Schönheitsoperationen normal?
Jeder Sechste kann sich Schönheits-OP vorstellen
15 Prozent der Deutschen würden sich unters Messer legen, um besser auszusehen. Am beliebtesten ist das Fettabsaugen. Das und andere Details über die Einstellung der Deutschen zu Schönheitsoperationen ergab eine Forsa-Umfrage unter 1.000 Deutschen. Zwei Prozent davon haben bereits eine Schönheitsoperation hinter sich.
Frauen und Junge zuerst
Beliebt sind Brustvergrößerung, Fettabsaugen und Co. vor allem bei den Jüngeren: 25 Prozent der 16- bis 29-Jährigen können sich prinzipiell eine Schönheits-OP vorstellen. Unter den 45- bis 65-Jährigen reizt diese Aussicht dagegen nur elf Prozent. Zwischen Männern und Frauen herrscht ebenfalls ein deutlicher Unterschied. Nur jeder zehnte Mann würde die Strapazen und Risiken einer Operation für die vermeintliche Schönheit in Kauf nehmen – demgegenüber steht fast jede vierte Frau.
Mediziner warnen vor dem leichtfertigen Umgang mit Schönheits-OPs: „Jeder chirurgische Eingriff ist auch mit erheblichen Risiken verbunden“, sagt die Ärztin Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze. Erst kürzlich ist in Argentinien ein Model an den Folgen einer Schönheitsoperation gestorben.
Die Jagd nach dem Schönheitsideal
Die Verschönerungswünsche der Deutschen entsprechen ganz dem in den Medien propagierten Schönheitsideal. Auf der Wunschliste ganz oben steht das Fettabsaugen mit 35 Prozent. Darauf folgen Eingriffen an Nase oder Augen, etwa Augenlidstraffung, mit jeweils 28 Prozent. Der Schmollmund hat dagegen ein schlechtes Image: Nur vier Prozent der Befragten würden sich die Lippen mit Silikon aufspritzen lassen. Immerhin 83 Prozent geben an, zu ihren kleinen Schönheitsmakeln zu stehen und sie als Zeichen von Individualität zu sehen. Und die gute Botschaft zum Schluss: 71 Prozent sind mit ihrem Aussehen voll und ganz zufrieden.


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